Die Landschaft des Mittelrheintals weist einen außergewöhnlichen Reichtum an kulturellen Zeugnissen auf. Der natürlichen Ausformung der Flusslandschaft sowie der Gestaltung durch den Menschen hat das Tal sein heutiges Aussehen zu verdanken.Eine Kombination aus Wald, Reben und etlichen Schlössern und Burgen. Da bieten sich Wanderwege entlang des Stroms geradezu an.
Zu den wohl schönsten Touren gehört der Rhein-Burgen-Wanderweg, der auf beiden Seiten des Stromes die zahlreichen Burgen und Schlösser miteinander verbindet. Ein Wanderweg ganz im Sinne der Rheinromantik mit atemberaubenden Blickpunkten. Insgesamt 220 km Wanderspaß durch eine beeindruckende Naturlandschaft. Dabei darf gerne auch mal die Seite gewechselt werden. Zahlreiche Rheinfähren verbinden die Abschnitte vom link- und rechtsrheinischen Rhein-Burgen-Wanderweg sodass jeder Wanderer eine individuelle Route mit reizvollen Fährpassagen auswählen kann.
Ein beliebtes Ausflugsziel für die ganze Familie ist der Naturlehrpfad zwischen Kamp-Bornhofen und Filsen. Der Weg führt in Kamp-Bornhofen vom Rhein weg, vorbei an liebevoll gestalteten Gärten. Insgesamt zwölf anschauliche Lehrtafeln klären über die dort herrschende Flora und Fauna auf, welche bedingt durch eine günstige Sonneneinstrahlung hauptsächlich von wärmeliebenden Tier- und Pflanzenarten geprägt ist.
Malerische Weinbergterassen und duftende Obstbäume laden vor allem im Frühjahr in das „Zentrum des Frühkirschlandes“ ein.
„Brahmsweg“ so heißt der Wanderweg durch die Weinberge von Rüdesheim in Richtung Niederwald-Denkmal. Benannt nach dem berühmten Komponisten Johannes Brahms, der sich einen Sommer lang in der Kurstadt Wiesbaden aufhielt und immer wieder Ausflüge in den idyllischen Rheingau unternahm. Dabei lies er sich bei seinen Besuchen im Weingut der Familie Beckerrath durch Spaziergänge in den Weinreben kompositorisch inspirieren. Hundert Jahre später wurde durch die Familie Beckerrath der Brahmsweg initiiert.
Startpunkt ist die Brömserburg von wo aus es auf einen gut beschilderten Rundweg geht, der auch zahlreiche Informationen über die Beziehung des Komponisten zu Rüdesheim enthält.
Nach einer ca. einstündigen Wanderung erreicht man den Waldrand von wo aus es zum Restaurant „Rebenhaus“ geht.
Geschnitten wird bei diesem Wanderweg das Niederwalddenkmal, welches sich allerdings gut ins Programm aufnehmen lässt.
Eine weitere Möglichkeit zur Germania zu gelangen ist die Gondelbahn von Rüdesheim aus. In einem gemütlichen Tempo schwebt man über den Weinreben und kann die wunderbare Aussicht auf den Rhein, das Binger Loch mit seinem Mäuseturm oder aber das Niederwalddenkmal genießen.
Oben angekommen erblickt man direkt das insgesamt 38 m Hohe Denkmal. Seit über 120 Jahren blickt die Germania triumphierend über den Rhein hinweg in die Ferne. Das Denkmal wurde im Jahre 1883 zum Zeichen der Deutschen Einigung erbaut.
Von der Germania aus führt ein Weg vorbei an der Adlerwarte und einer Zauberhöhle, die Graf von Ostein um 1790 bauen ließ, durch den Niederwald bis hin zum Sessellift der nach einer 15-minütigen Fahrt in der kleinen romantischen Ortschaft Assmannshausen endet.
Das Zwitschern der Vögel und der Geruch der Fichten begleiten die letzten Meter zum Parkplatz. Im Auto führt der Weg über die Kaltwasserstraße durch den Binger Wald bis hin zur Lauschhütte. Ein paar hundert Meter von hier bietet sich auf dem Salzkopfturm ein grandioser Ausblick. Wer die Mühe der 115 eichenen Treppenstufen auf sich nimmt, kann auf dem 24 m hohen Turm bei klarem, sonnigen Wetter in 140 Kilometer Entfernung die Berge der Eifel erkennen und die Frankfurter Wolkenkratzer sehen. Eine Anstrengung die sich lohnt, auch im Winter, wenn der verschneite Salzkopf ein Paradies für Rodler und Schneespaziergänger ist. Nach dem Marsch auf den höchsten Berg des Landkreises lädt die gemütliche Lauschhütte ein, den Frischlufttag im Binger Wald bei kleinen Snacks und dem ein oder anderen Getränk ausklingen zu lassen.
Zwischen Bonn, Koblenz und Wiesbaden führt der 320 km lange Rheinsteig auf der rechten Rheinseite entlang. Das Wandern auf höchstem Niveau macht Spaß. Schmale Pfade, naturbelassene und oft unter den Schuhen federnden Erd- und Waldwege und nur hier und da ein kurzer Ausflug auf Asphalt oder Pflaster, wenn es gar nicht anders geht- das ist der Rheinsteig. Nicht der kurze, sondern der attraktive Weg ist das Ziel. Deshalb ist dieser immer für Überraschungen gut, selbst für Kenner der Heimat. Kurven, Zick-Zack-Pfade, traumhafte Passagen über Gras und Moos. Dies alles ist bestens vernetzt mit Städten und Orten, Sehenswürdigkeiten, Haltepunkte für Bus und Bahn und Schiff oder Gastronomie. Und weil sich mit hungrigem Magen nicht gerne wandern lässt, gibt es eine Broschüre „Gastgeber am Rheinsteig“. Wer noch zusätzliche Qualitätskriterien erfüllt, darf an seinem Haus als höhere Weihe das offizielle Logo tragen.
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| Wochentag | Sa. | So. | Mo. | Di. |
| Tiefsttemp. | 13 | 12 | 18 | 17 |
| Höchsttemp. | 26 | 29 | 29 | 25 |